Alpenblumenstrauss am Fenster - Franz Gehri

Alpenblumenstrauss am Fenster
CHF 350.00 *

inkl. Mehrwertsteuer

  • BP10241
Alpenblumenstrauss am Fenster
Technik: Öl
Bildträger/Material: Leinwand
Grösse mit Rahmen: 56 x 63cm
Grösse ohne Rahmen: 41 x 48cm
Zustand: gut

Franz Gehri

Franz Wilhelm,  geboren am 15. April 1882 in Seedorf (BE), verstorben 18. Februar 1960 im Hasliberg.

Maler, Zeichner und Radierer. Landschaften, ländliche Genreszenen, Akte und Porträts. Illustration.  1914 fand der Künstler bleibende Heimstatt in Hohfluh auf dem Hasliberg, wo er sich mit  Elsa Bannholzer verheiratete.

Im Atelier seines Vaters Karl Gehri in Münchenbuchsee fand Franz Gehri frühe Anregung und Förderung seines zeichnerischen Talents. Unter väterlicher Leitung erhielt er seine erste richtige Schulung im Zeichnen. Er besuchte später die Kunstgewerbeschule in Bern und wurde anschliessend an der Münchner-Kunstakademie aufgenommen. Durch seinen Lehrer Peter Halm fand er dort bedeutende Förderung und Klärung seines Schaffens. Nach erfolgreichem Abschluss ermöglichte ihm ein Bundesstipendium einen Jahresaufenthalt in Paris. Die Bilder jener Zeit zeigen noch die gedämpfte Farbigkeit eines ruhigen gemässigten Realismus. 

Danach widmet sich Franz Gehri noch einmal ganz der Radierkunst. Die Begeisterung für die Schwarz-Weiss-Kunst hatte ihn dermassen ergriffen, dass er draussen in freier Natur spontan Landschaften auf die Kupferplatte radierte. Die Radierungen erregten Aufsehen, waren geschätzt und fanden den Weg in Sammlungen &  Kupferstichkabinette.

Eine Italienreise, welche bis nach Neapel hinunterführte, brachte seinem Schaffen eine neue Dimension. Als Maler  entwickelt er sich nun von einer frohen, durchlichteten naturalistisch tingierten Farbgebung zu beherrschter, kontrastkräftiger Farbigkeit. Er findet seinen von breiten, formbestimmten Pinselstrichen geprägten Malstil, der leuchtende, frische Farben bevorzugt und zugleich eine umfangreiche hell-dunkel Gestaltung aufweist.

In Tagebuchaufzeichnungen, Bemerkungen und Aufsätzen suchte sich Franz Gehri immer wieder Rechenschaft über seine Stellung zu Mitmenschen, Welt und über sein Schaffen zu geben. Alle diese Ausführungen sind geprägt von einem Bedürfnis nach dem massvoll Ausgeglichenen, nach einer Gesinnung, die heiter-ernste Lebensfreude und Lebensbejahung gewährt: "Über meine Kunst habe ich wenig und nichts zu sagen - sie dient mir dazu, das Leben, die Natur mit ihrer Gesetzlichkeit, ihren Analogien kennenzulernen und zu verstehen. Natur und Geist - weshalb erfreue ich mich an der Harmonie - weshalb lösen Farben und Formen immer von neuem freudige und dankbare Gefühle aus? ... je tiefer wird der Sache nachspüren, umso lebenswerter ist unser Dasein".