Appenzeller Ortschaft - Konrad Willi

Appenzeller Ortschaft
CHF 40.00 *

inkl. Mehrwertsteuer

  • BP10351
Appenzeller Ortschaft
Technik: Aquarell
Bildträger/Material: Papier
Rahmen: einfacher Holzrahmen
Grösse mit Rahmen: 53 x 43cm
Datierung: 1989
Zustand: gut

Konrad Willi

Biografie
Konrad Willi wurde am 22. Dezember 1916 als Sohn einer Bergbauerfamilie im Weiler Ballmoos, in der Nähe des Stoss, in der Gemeinde Gais AR geboren. Die Schule besuchte er im Kreise einer fast ausschliesslich bäuerlichen Jugend im Rietli. Ab der 5. Klasse besuchte er die Ganztagesschule im Dorf, da dies Voraussetzung war für den Übertritt in die Sekundarschule nach der 6. Klasse. Das Lernen bereitete ihm wenig Mühe. Bei der Berufswahl riet man ihm Bauer, Zimmermann, Käser, Metzger oder Bankfachmann zu werden. Der Klassenlehrer meinte aber, dass man "diesen Burschen ins Seminar schicken sollte, da er ja so leicht lerne". Trotz den grossen finanziellen Aufwendungen (Konrad Willi: Ein Schuljahr kostete alles in allem so viel wie der Verkauf von 2-3 Kühen!), waren die Eltern damit einverstanden und Konrad trat ins Lehrerseminar in Kreuzlingen ein.
Im Frühjahr 1936 kehrte er nach abgeschlossener Asubildung ins Appenzellerland zurücl, half den Eltern auf dem Hof und machte einige Lehrer-Stellvertretungen in Gais und Heiden, bevor er in die RS nach St. Gallen einrückte. Danach folgten Stelllvertretungen in Herisau und Heiden und die Unteroffiziersschule in Chur.
Ab 1937 unterrichtete Konrad Willi in Schachen bei Herisau. Die Schule wae damals provisorisch in einem alten Sticklokal untergebracht.
Ab 1943 unterrichtete Konrad Willi im alten Schulhaus Moos, das er später kaufen und als Wohnhaus benützen konnte.
1948 war das neue Schulhaus Moos fertig gestelt und Konrad Willi war dort bis 1953 Lehrer.
Er heiratete 1943 Anni Meng, die Tochter des Herisauer Lehrers Hanueli Meng. In den folgenden Jahren kamen vier Kinder auf die Welt, zwei Töchter und zwei Söhne.
Im Herbst 1952 warben innerhalb von drei Wochen drei Delegationen aus Allschwil, Rheineck und Amriswil um Lehrer Willi vom Schulhaus Moos. Die mageren Lehrerlöhne waren wohl Auschlag dafür, dass die Familie Willi im Frühjahr 1953 nach Amriswil zog, nachdem sie alle drei Orte besucht hat.
Ein besonders schwerer Schlag für die Familie war der frühe und plötzliche Tod des jüngeren Sohnes Konrad. Er starb im 21. Lebensjahr völlig überraschend.
Den Lehrerberuf, den Konrad Willi immer geliebt hat, konnte er 46 Jahre lang ausüben.
Am Zeichnen und Gestalten hatte er schon während dem Seminar Freude, hatte aber während den Berufsjahren keine Zeit, dieses Hobby zu pflegen. Als er 70-jährig wurde, hat er beschlossen, die öffentlichen Ämter wie Zivilschutzchef, Spitexpräsident, etc. aufzugeben um dafür mehr Zeit fürs Malen zu haben.