Hadwig-Schulhaus (St.Gallen) - Godi Leiser

Hadwig-Schulhaus (St.Gallen)
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inkl. Mehrwertsteuer

  • BP11551
Hadwig-Schulhaus (St.Gallen)
Technik: Federzeichnung mit Touche
Bildträger/Material: Papier
Rahmen: Holz und Passepartout
Grösse mit Rahmen: 34.6 x 45.8cm
Grösse ohne Rahmen: 21.5 x 31.5cm
Datierung: 1995
Zustand: Bild sehr gut, Rahmen weist leichte Gebrauchsspuren auf

Godi Leiser

Panoramamaler

2009 gestorben 

 

«Wer in St. Gallen geboren und aufgewachsen ist, steht eines Tages vor der Frage: Bleiben oder Nichtbleiben?» Godi Leiser hat einen Mittelweg gefunden. Zum Grafiker wurde er noch in der Gallusstadt ausgebildet, dann zog es ihn westwärts, nach Maur am Greifensee. Doch immer wieder kam er zurück, besuchte seine Kollegen, setzte sich an den Stammtisch und hinter den Zeichnungsblock. 1977 widmete er seiner Geburtsstadt zwölf Ansichten. Dazu das bekannte Panorama: die Stadt vom Kirchturm St. Laurenzen aus.

St. Galler Prägung

Für ihn waren diese Zeichnungen eine Wiederbegegnung mit der Kindheit, die mitten in die Zeit der grossen Rezession gefallen war. Als «einziger Sohn einer sozial aufstrebenden St. Galler Beamtenfamilie», erlebte er bei seinem Vater, was es heisst «sich emporzuarbeiten». Das wurde auch von ihm erwartet. Doch die aufoktroyierte Maturaausbildung erlebte er als Albtraum; darum kam ihm der anschliessende dreijährige Aktivdienst bei den Radfahrern fast schon als Erlösung vor. Jedenfalls konnte ihn nun nichts mehr vom Traumberuf Grafik abhalten. Er zog in der ganzen Schweiz umher und hielt über vierzig Ortschaften in seinen charakteristischen Panoramazeichnungen fest.

Doch die Prägung durch St. Gallen ist geblieben. Vor allem erinnerte er sich an die Tage, da der Himmel bedeckt und der Ausdruck der Stadt besonders ernst war. Man habe dann das Gefühl, «dass etwas Vorwurfsvolles gegenüber allen, die nicht fleissig an der Arbeit sind, in der Luft liege und dass man so richtig eingeklemmt sei zwischen den Hügeln»; und doch sei gerade in solchen Momenten «das Gefühl des wohligen Geborgenseins am stärksten». Arbeit und Geborgenheit, da klingt das benediktinische «Beten und Arbeiten» nach.